HyperX Cloud III Wireless Gaming-Headset Preis-Tipp
Preis-Tipp

HyperX Cloud III Wireless Test

Kabelloses Gaming-Headset mit legendärer 120-Stunden-Akkulaufzeit und bewährtem HyperX-Komfort

8.7 / 10 Punkten
Klang
8.4
Komfort
9.0
Mikrofon
8.6
Akku
9.5
Preis-Leistung
9.2
ca. 120 €inkl. MwSt. Preis prüfen

Inhaltsverzeichnis

  1. Erster Eindruck & Verarbeitung
  2. Klangqualität im Detail
  3. Mikrofon im Test
  4. Akkulaufzeit & Verbindung
  5. Praxistest: Gaming, Streaming & Alltag
  6. Technische Daten
  7. Fazit & Bewertung
  8. Häufige Fragen

Das HyperX Cloud III Wireless ist der kabellose Ableger der legendären Cloud-Serie von HyperX (mittlerweile eine Marke von HP). Mit einer unfassbaren Akkulaufzeit von bis zu 120 Stunden, einem abnehmbaren Mikrofon und dem bewährten HyperX-Tragekomfort richtet sich das Headset an Gamer, die ein zuverlässiges Wireless-Headset ohne viel Schnickschnack suchen. Für rund 120 Euro positioniert es sich als Preis-Tipp in unserem Testfeld. Wir haben das Cloud III Wireless über drei Wochen intensiv am PC getestet.

Erster Eindruck und Verarbeitung

Das HyperX Cloud III Wireless kommt in einer schlichten Verpackung, die alles Wesentliche enthält: das Headset, ein abnehmbares Mikrofon, ein USB-C-Ladekabel, den 2,4-GHz-USB-Dongle und eine Kurzanleitung. Keine überflüssigen Extras — HyperX konzentriert sich auf das Wesentliche.

Die Verarbeitung ist solide und praxistauglich. Der Kopfbügel besteht aus Aluminium mit Kunststoffabdeckung, was eine gute Balance zwischen Gewicht und Stabilität ergibt. Die Ohrmuscheln sind aus mattem Kunststoff gefertigt und wirken robust, wenn auch nicht so premium wie beim deutlich teureren SteelSeries Arctis Nova Pro Wireless. An der linken Ohrmuschel befinden sich ein Lautstärkeregler, der Power-Button und der USB-C-Ladeanschluss.

Die Memory-Foam-Ohrpolster mit Kunstleder-Bezug sind angenehm weich und bieten ausreichend Platz für die meisten Ohrformen. Sie lassen sich bei Verschleiß einfach austauschen. Der Kopfbügel ist mit einem gepolsterten Lederband versehen, das den Druck gleichmäßig auf dem Kopf verteilt. Mit 330 Gramm ist das Headset etwas schwerer als reine Musikhörer, aber für ein kabelloses Gaming-Headset im Rahmen.

Im Vergleich zum Vorgänger Cloud II Wireless hat HyperX das Design leicht modernisiert, ohne den bewährten Komfort zu opfern. Die Cloud-Serie ist seit Jahren für ihren exzellenten Tragekomfort bekannt — und das Cloud III Wireless macht da keine Ausnahme. Es sitzt auf dem Kopf, als hätte man es vergessen — das höchste Lob für einen Kopfhörer.

Klangqualität im Detail

Die Klangqualität des Cloud III Wireless ist für ein Gaming-Headset in der 120-Euro-Klasse gut, aber nicht überragend. Die 53-mm-Treiber liefern einen warmen, leicht basslastigen Klang, der für Gaming und Entertainment optimiert ist.

Der Bass ist kräftig und impactreich. Explosionen in Spielen, tieffrequente Effekte und Filmmusik kommen mit ordentlich Druck. Im Vergleich zum Beyerdynamic DT 770 PRO ist der Bass allerdings weniger kontrolliert und definiert — bei komplexen Basslines kann es etwas matschig werden. Für Gaming ist das in der Regel kein Problem, für kritisches Musikhören gibt es bessere Alternativen.

Die Mitten sind etwas zurückgenommen, was typisch für Gaming-Headsets ist. Stimmen klingen leicht hohl im Vergleich zu Studio-Kopfhörern. Im Gaming-Kontext fällt das kaum auf, da Spielsound und Effekte den Ton dominieren. Bei Podcasts und Hörbüchern wünscht man sich allerdings etwas mehr Mittenbetonung.

Die Höhen sind sauber und ausreichend detailliert, ohne dabei scharf zu werden. Die Details fehlen im Vergleich zu audiophilen Kopfhörern wie dem ATH-M50x, aber für den Preis ist die Höhenwiedergabe in Ordnung. In Shootern lassen sich Schritte und feine Audiohinweise gut wahrnehmen.

Über die HyperX NGENUITY-Software lässt sich der Klang mit einem EQ anpassen. Voreingestellte Profile für Gaming, Musik und Filme stehen zur Verfügung. Zusätzlich unterstützt das Cloud III Wireless DTS Headphone:X für virtuellen Raumklang — das funktioniert in Spielen wie Valorant und CS2 überraschend gut für räumliches Orten von Gegnern.

Mikrofon im Test

Das abnehmbare 10-mm-Electret-Mikrofon liefert eine für Gaming-Kommunikation solide Qualität. Stimmen werden klar und verständlich übertragen. In Discord und TeamSpeak haben uns Mitspieler als gut verständlich beurteilt, ohne störende Nebengeräusche oder Verzerrungen.

Die Geräuschunterdrückung des Mikrofons filtert leichte Hintergrundgeräusche heraus — Tastaturklappern und Lüfterrauschen werden reduziert, aber nicht vollständig eliminiert. In einer besonders lauten Umgebung stößt das Mikrofon an seine Grenzen. Für professionelles Streaming empfehlen wir ein dediziertes USB-Mikrofon wie das Rode NT-USB+.

Ein praktisches Feature: Das Mikrofon wird automatisch stummgeschaltet, wenn man es nach oben klappt. Eine rote LED-Anzeige am Mikrofonende zeigt den Mute-Status an. Das abnehmbare Design ermöglicht es, das Headset auch ohne Mikrofon als reinen Kopfhörer zu nutzen — etwa beim Musikhören oder im Home-Office.

Im Vergleich zum ClearCast-Mikrofon des SteelSeries Arctis Nova Pro klingt das HyperX-Mikrofon etwas dünner und weniger natürlich. Für den dreifachen Preisunterschied ist das aber absolut nachvollziehbar. Für reine Gaming-Kommunikation reicht das Cloud-III-Mikrofon vollkommen aus.

Akkulaufzeit und Verbindung

Die Akkulaufzeit ist das Killer-Feature des Cloud III Wireless. HyperX gibt bis zu 120 Stunden an — und wir können diesen Wert bestätigen. Bei mittlerer Lautstärke haben wir im Test über zwei Wochen mit dem Headset gespielt, ohne einmal laden zu müssen. Das ist in der Branche einzigartig. Zum Vergleich: Der SteelSeries Arctis Nova Pro kommt auf 18–22 Stunden pro Akku, der Sony WH-1000XM5 auf 30 Stunden.

Die 2,4-GHz-Wireless-Verbindung funktioniert über einen kompakten USB-C-Dongle (mit USB-A-Adapter). Die Latenz ist praktisch nicht wahrnehmbar — in unseren Tests lag sie unter 15 ms, was selbst für kompetitive Shooter ausreichend ist. Die Verbindung war über den gesamten Testzeitraum stabil, auch bei einer Entfernung von bis zu 20 Metern zum Dongle.

Das Laden erfolgt über USB-C und dauert von leer auf voll etwa 3 Stunden. Angesichts der extremen Laufzeit ist das aber kaum ein Thema — man lädt das Headset höchstens alle ein bis zwei Wochen. Bluetooth wird nicht unterstützt, was die mobile Nutzung am Smartphone einschränkt. HyperX hat sich bewusst für die niedrigere Latenz der 2,4-GHz-Verbindung entschieden.

Praxistest: Gaming, Streaming und Alltag

Kompetitives Gaming

Im kompetitiven Gaming zeigt sich das Cloud III Wireless als zuverlässiger Begleiter. In Valorant und CS2 liefert die Kombination aus 2,4-GHz-Funk und DTS Headphone:X ein räumliches Klangerlebnis, das feindliche Schritte und Schüsse gut ortbar macht. Die niedrige Latenz sorgt dafür, dass Audio und Bild synchron bleiben — ein kritischer Faktor im kompetitiven Bereich.

Der kräftige Bass unterstreicht Explosionen und Action-Sequenzen, ohne die wichtigen Mitteninformationen zu überdecken. Für Casual und Ranked Gaming in der 120-Euro-Preisklasse gibt es kaum ein besseres kabelloses Headset.

Singleplayer und immersives Gaming

In Story-getriebenen Spielen wie Baldur's Gate 3 und Cyberpunk 2077 überzeugt das Cloud III Wireless mit einem atmosphärischen Klang. Die Raumwirkung des DTS-Algorithmus funktioniert bei Spielen mit umfangreichen Soundlandschaften gut. Dialoge könnten etwas präsenter sein — ein Griff in den EQ der NGENUITY-Software hilft hier.

Musikhören und Alltag

Als reiner Musik-Kopfhörer kann das Cloud III Wireless mit dedizierten Kopfhörern wie dem DT 770 PRO oder ATH-M50x nicht mithalten. Die Abstimmung ist zu Gaming-orientiert, die Details in den Höhen zu wenig ausgeprägt. Für gelegentliches Musikhören zwischen Gaming-Sessions reicht es aber aus — besonders mit dem EQ-Profil „Music" in der NGENUITY-Software.

Home-Office

Im Home-Office leistet das Cloud III Wireless gute Dienste. Die 120-Stunden-Akkulaufzeit bedeutet, dass man das Headset eine komplette Arbeitswoche tragen kann, ohne ans Laden zu denken. Das Mikrofon liefert für Videokonferenzen eine ausreichende Qualität. Der Tragekomfort ermöglicht ganztägiges Tragen. Einziger Nachteil: Ohne ANC ist man in lauten Umgebungen auf die passive Isolation angewiesen — die ist gut, aber nicht mit dem Sony WH-1000XM5 vergleichbar.

Technische Daten

BauformGeschlossen, ohrumschließend (Over-Ear)
Treiber53 mm dynamisch
Frequenzgang10 Hz – 21 kHz
Impedanz64 Ohm
Verbindung2,4 GHz Wireless (USB-C Dongle mit USB-A-Adapter)
MikrofonAbnehmbar, 10 mm Electret-Kondensator, Niere
AkkuBis zu 120 Stunden
LadezeitCa. 3 Stunden (USB-C)
Gewicht330 g
OhrpolsterMemory Foam mit Kunstleder, austauschbar
SoftwareHyperX NGENUITY (EQ, DTS Headphone:X)
Besonderheiten120h Akku, DTS Headphone:X, abnehmbares Mikrofon, Flip-to-Mute

Fazit: HyperX Cloud III Wireless — verdienter Preis-Tipp

Vorteile

  • Unglaubliche 120 Stunden Akkulaufzeit
  • Exzellenter Tragekomfort für lange Sessions
  • Niedrige Latenz dank 2,4-GHz-Verbindung
  • Solides abnehmbares Mikrofon mit Flip-to-Mute
  • Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • DTS Headphone:X für räumlichen Klang
  • Robuste Verarbeitung mit Aluminium-Kopfbügel

Nachteile

  • Klang nicht auf audiophilem Niveau
  • Mitten etwas zurückgenommen
  • Kein Bluetooth (nur 2,4 GHz)
  • Kein Active Noise Cancelling
  • Kunstleder-Polster können bei Hitze warm werden

Das HyperX Cloud III Wireless erhält unsere Auszeichnung als Preis-Tipp mit einer Gesamtwertung von 8.7/10. Es bietet ein hervorragendes Gesamtpaket für Gaming zum fairen Preis. Die legendäre 120-Stunden-Akkulaufzeit ist in der Branche einzigartig und macht das lästige tägliche Laden zur Vergangenheit. Der Tragekomfort ist exzellent, das Mikrofon für Gaming ausreichend und die Latenz dank 2,4-GHz-Funk sehr niedrig.

Für rund 120 Euro bekommt man ein kabelloses Gaming-Headset, das kaum Wünsche offen lässt — solange man kein audiophiles Klangerlebnis oder ANC erwartet. Wer den besten Klang sucht, greift zum kabelgebundenen Beyerdynamic DT 770 PRO. Wer das ultimative Gaming-Headset ohne Kompromisse will, investiert in den SteelSeries Arctis Nova Pro Wireless. Und wer ANC für den Alltag braucht, nimmt den Sony WH-1000XM5.

ca. 120 €inkl. MwSt. Alle Tests ansehen Preis prüfen

Häufige Fragen zum HyperX Cloud III Wireless

Ja, in unserem Test haben wir den 120-Stunden-Wert bei mittlerer Lautstärke bestätigt. Bei maximaler Lautstärke reduziert sich die Laufzeit auf etwa 80–90 Stunden — immer noch ein Spitzenwert in der Branche.
Ja, der USB-C-Dongle kann direkt an die PS5 angeschlossen werden. Das Headset wird automatisch erkannt und funktioniert ohne zusätzliche Konfiguration. Die DTS-Headphone:X-Funktion ist allerdings nur am PC verfügbar.
Nein, das Cloud III Wireless unterstützt ausschließlich die kabellose 2,4-GHz-Verbindung über den USB-Dongle. Ein 3,5-mm-Klinkenanschluss ist nicht vorhanden. Wer kabelgebundene Nutzung benötigt, sollte das kabelgebundene HyperX Cloud III in Betracht ziehen.
Der Arctis Nova Pro Wireless bietet deutlich besseren Klang, ANC und mehr Features, kostet aber fast dreimal so viel. Das Cloud III Wireless bietet die bessere Akkulaufzeit und das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Für Budget-bewusste Gamer ist das Cloud III die bessere Wahl.
Für casual Streaming auf Twitch oder YouTube reicht das Mikrofon aus. Für professionelle Streaming-Qualität empfehlen wir ein dediziertes Streaming-Mikrofon. Das abnehmbare Design ermöglicht es, das Headset-Mikrofon zu entfernen und stattdessen ein externes USB-Mikrofon zu nutzen.