HyperX Pulsefire Haste 2 Wireless Gaming Maus Test
Einsteiger

HyperX Pulsefire Haste 2 Wireless Test

Der perfekte Einstieg ins kabellose Gaming — solide Leistung und leichtes Design zum fairen Preis

8.1 / 10 Punkten
Sensor
7.8
Gewicht
8.6
Verarbeitung
8.0
Akku
8.4
Preis-Leistung
9.0
ca. 60 €inkl. MwSt. Preis prüfen

Inhaltsverzeichnis

  1. Erster Eindruck und Verarbeitung
  2. Sensor und Tracking
  3. Design und Ergonomie
  4. Akkulaufzeit und Verbindung
  5. Praxistest: Gaming und Alltag
  6. Technische Daten
  7. Fazit und Bewertung
  8. Häufige Fragen

Die HyperX Pulsefire Haste 2 Wireless ist der Beweis dafür, dass eine gute kabellose Gaming-Maus nicht teuer sein muss. Für rund 60 € bietet sie ein Gewicht von nur 61 Gramm, einen soliden 26K-Sensor, bis zu 100 Stunden Akkulaufzeit und eine symmetrische Form, die für die meisten Griffarten funktioniert. In unserem Test über zwei Wochen klären wir, ob die Pulsefire Haste 2 wirklich die beste Einsteiger-Maus auf dem Markt ist.

Erster Eindruck und Verarbeitung

Die Pulsefire Haste 2 Wireless kommt in einer schlichten Verpackung mit der Maus, einem USB-C-Ladekabel, dem 2,4-GHz-Wireless-Dongle und Ersatz-Gleitfüßen sowie Grip-Tape. Für den Preis von 60 € ist der Lieferumfang erstaunlich großzügig — besonders das beiliegende Grip-Tape ist ein nettes Extra, das man sonst nur bei teureren Mäusen findet.

Die Verarbeitung ist solide, wenn auch nicht auf dem Niveau der Premium-Konkurrenz. Das Gehäuse besteht aus mattem Kunststoff, der sich griffig anfühlt und keine Fingerabdrücke sammelt. Es gibt minimales Flex bei festem Drücken — deutlich weniger als bei vielen anderen Budget-Mäusen, aber spürbar mehr als bei der Razer Viper V2 Pro oder Logitech Superlight 2.

Die Maustasten nutzen mechanische Switches von TTC mit einem klaren Klickpunkt und einem akzeptablen Klickgeräusch — nicht zu laut, nicht zu leise. Die Seitentasten sind solide positioniert und haben einen guten Druckpunkt, allerdings ragen sie etwas weniger weit aus dem Gehäuse heraus als bei der Konkurrenz, was das blinde Treffen im Eifer des Gefechts manchmal erschwert.

Das Scrollrad hat klare Raststufen und einen angenehmen Widerstand. Die Klickfunktion erfordert angemessenen Druck und löst zuverlässig aus. Insgesamt macht die Pulsefire Haste 2 Wireless einen soliden Eindruck, der den Preis von 60 € absolut rechtfertigt. Es fehlt der Premium-Touch der teureren Modelle, aber für den Einstieg ins kabellose Gaming ist sie mehr als ausreichend.

Sensor und Tracking

Die Pulsefire Haste 2 Wireless nutzt den HyperX 26K Sensor — eine angepasste Version des PixArt PAW3395. Mit einer maximalen Empfindlichkeit von 26.000 DPI, 650 IPS Tracking-Geschwindigkeit und 50 G Beschleunigung liefert er solide Spezifikationen, die für die allermeisten Spieler mehr als ausreichend sind.

In unseren Tracking-Tests zeigte sich der Sensor als zuverlässig und konsistent. Das Tracking ist sauber, ohne Jitter oder sichtbares Smoothing. Im direkten Vergleich mit dem Razer Focus Pro 30K oder dem Logitech HERO 2 fehlt es allerdings an der letzten Feinheit — bei sehr schnellen Flick-Shots und extremen Geschwindigkeiten zeigt der 26K-Sensor minimal mehr Varianz.

Für 99 % der Spieler ist dieser Unterschied allerdings nicht relevant. Erst auf einem sehr hohen kompetitiven Niveau, wo jedes Pixel zählt, machen sich die Premium-Sensoren von Razer und Logitech bemerkbar. Im normalen Ranked-Spiel in Valorant, Apex Legends oder Fortnite ist der HyperX 26K Sensor absolut konkurrenzfähig.

Die Polling-Rate beträgt 1.000 Hz über die 2,4-GHz-Verbindung — der Standard in dieser Preisklasse. Höhere Polling-Raten wie die 2.000 Hz der Logitech Superlight 2 sind in diesem Preissegment nicht zu erwarten. Die DPI-Stufen lassen sich in der HyperX NGENUITY Software in 50er-Schritten anpassen und über eine Taste an der Unterseite durchschalten.

Design und Ergonomie

Die Pulsefire Haste 2 Wireless hat eine symmetrische, leicht gewölbte Form mit Abmessungen von 124,6 × 63,7 × 38,2 mm. Die Maus ist damit etwas kompakter als die Viper V2 Pro und eignet sich für Hände kleiner bis mittlerer Größe. Die Höhe von 38,2 mm liegt zwischen der flachen Viper und der höheren DeathAdder V3 HyperSpeed.

Alle drei gängigen Griffarten funktionieren mit der Pulsefire Haste 2: Der Palm-Grip wird durch die sanfte Wölbung unterstützt, der Claw-Grip profitiert von der kompakten Größe, und der Fingertip-Grip ist dank des geringen Gewichts von 61 Gramm mühelos möglich. Die universelle Form ist einer der größten Stärken dieser Maus — sie passt für die meisten Handgrößen und Griffarten.

Mit 61 Gramm gehört die Pulsefire Haste 2 Wireless zu den leichtesten Mäusen in ihrer Preisklasse. Im Vergleich: Die DeathAdder V3 HyperSpeed (55 g) ist leichter, die SteelSeries Aerox 5 (74 g) deutlich schwerer. Für eine Maus unter 60 € ist das Gewicht beeindruckend.

Die PTFE-Gleitfüße sind ordentlich, aber nicht auf dem Niveau der Premium-Konkurrenz. Sie gleiten sanft über die meisten Mauspads, könnten aber etwas geschmeidiger sein. Die beiliegenden Ersatz-Gleitfüße sind ein nettes Bonus — nach einigen Monaten intensiver Nutzung kann man sie wechseln und das frische Gleiterlebnis wiederherstellen.

Akkulaufzeit und Verbindung

HyperX gibt die Akkulaufzeit der Pulsefire Haste 2 Wireless mit bis zu 100 Stunden an. In unserem Praxistest kamen wir auf rund 80 Stunden — ein solider Wert, der für etwa eine Woche intensives Gaming ausreicht. Im Vergleich zur DeathAdder V3 HyperSpeed (235 h) ist das weniger, aber dank USB-C-Laden und der Möglichkeit, kabelgebunden weiterzuspielen, ist das kein Problem.

Das Laden über USB-C dauert etwa zwei Stunden für eine vollständige Ladung. Quick-Charging ist nicht explizit beworben, aber nach 30 Minuten Laden hat man genug Energie für einen langen Gaming-Abend. Das USB-C-Kabel ist flexibel und leicht — die kabelgebundene Nutzung während des Ladens fühlt sich kaum anders an als kabellos.

Die 2,4-GHz-Wireless-Verbindung ist zuverlässig und in unseren Tests nicht von der HyperSpeed- oder Lightspeed-Technologie der Konkurrenz zu unterscheiden. Die Latenz ist niedrig und für Gaming absolut geeignet. Bluetooth ist ebenfalls an Bord, was für den Office-Einsatz am Laptop praktisch ist — die Latenz über Bluetooth ist jedoch für Gaming zu hoch.

Der Dongle lässt sich in einem Fach an der Unterseite der Maus aufbewahren — ein wichtiges Detail für den Transport, das sicherstellt, dass der kleine Dongle nicht verloren geht.

Praxistest: Gaming und Alltag

FPS-Spiele

In Valorant und Apex Legends schlägt sich die Pulsefire Haste 2 Wireless überraschend gut für ihren Preis. Das geringe Gewicht macht schnelle Mausbewegungen mühelos, und der 26K-Sensor trackt zuverlässig genug für das Ranked-Spiel. Die Maustasten haben einen klaren Druckpunkt, der für schnelle Klicks geeignet ist.

Im direkten Vergleich mit der Viper V2 Pro oder Superlight 2 fehlt es an der letzten Stufe der Präzision und des Klickgefühls. Aber für Spieler, die nicht in der Champions-Liga der E-Sportler spielen, ist der Unterschied marginal. Die Pulsefire Haste 2 hält locker mit Mäusen mit, die das Doppelte kosten.

Casual Gaming und Singleplayer

Für Singleplayer-Spiele, Action-RPGs und Casual-Gaming ist die Pulsefire Haste 2 Wireless bestens geeignet. Die komfortable Form, das leichte Gewicht und die solide Akkulaufzeit machen sie zu einem angenehmen Begleiter für lange Gaming-Sessions. Die Bluetooth-Konnektivität ermöglicht zudem die Nutzung mit Konsolen, die Bluetooth-Mäuse unterstützen.

Produktivität und Büro

Im Büroalltag überzeugt die Pulsefire Haste 2 Wireless mit ihrer Bluetooth-Konnektivität und dem ergonomischen Design. Man kann sie per 2,4 GHz mit dem Gaming-PC und per Bluetooth mit dem Arbeitslaptop verbinden. Für den Preis bekommt man eine vielseitige Maus, die sowohl am Schreibtisch als auch auf dem Gaming-Pad eine gute Figur macht.

Wer sein Gaming-Setup mit gutem Sound erweitern möchte, findet passende Empfehlungen in unserem Mikrofon-PC-Test. Auch unsere Kopfhörer-Tests und der Ratgeber USB vs. XLR Mikrofon helfen bei der Auswahl des richtigen Audio-Equipments.

HyperX NGENUITY Software

Die Konfiguration erfolgt über HyperX NGENUITY, das über den Microsoft Store verfügbar ist. Die Software ist schlank, übersichtlich und funktional — wenn auch etwas weniger feature-reich als Razer Synapse oder Logitech G HUB. DPI-Stufen, Polling-Rate, Tastenbelegungen und Lift-off-Distanz lassen sich einstellen. Die RGB-Beleuchtung des DPI-Schalters kann ebenfalls angepasst werden.

Ein Vorteil: NGENUITY läuft als UWP-App aus dem Microsoft Store und ist damit schlank und sicher. Ein Nachteil: Die App startet manchmal langsam und erkennt die Maus nicht sofort nach dem Windows-Start. Ein Neustart von NGENUITY löst das Problem aber zuverlässig.

Technische Daten

SensorHyperX 26K (basiert auf PixArt PAW3395)
Max. DPI26.000
Polling-Rate1.000 Hz (2,4 GHz) / 125 Hz (Bluetooth)
Tracking-Geschwindigkeit650 IPS
Beschleunigung50 G
SwitchesTTC Mechanical (80 Mio. Klicks)
Gewicht61 g
Abmessungen124,6 × 63,7 × 38,2 mm
AkkulaufzeitBis zu 100 Stunden
Verbindung2,4 GHz Wireless, Bluetooth 5.0, USB-C
Gleitfüße100 % PTFE
Tasten6 (inkl. DPI-Schalter)
BesonderheitenGrip-Tape im Lieferumfang, Dongle-Fach, DPI-LED-Anzeige

Fazit: HyperX Pulsefire Haste 2 — der smarte Einstieg

Vorteile

  • Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis (ca. 60 €)
  • Leicht mit nur 61 Gramm
  • Solider 26K-Sensor für die meisten Spieler ausreichend
  • USB-C-Laden und kabelgebundene Nutzung möglich
  • Bluetooth und 2,4 GHz Dual-Verbindung
  • Grip-Tape und Ersatz-Gleitfüße im Lieferumfang
  • Universelle, symmetrische Form

Nachteile

  • Sensor schwächer als bei Premium-Konkurrenz
  • Minimaler Gehäuse-Flex bei festem Drücken
  • Seitentasten könnten weiter herausragen
  • Gleitfüße nicht ganz so geschmeidig wie bei teureren Modellen
  • NGENUITY Software manchmal langsam beim Start

Die HyperX Pulsefire Haste 2 Wireless erreicht in unserem Test 8.1/10 Punkte und ist damit unsere klare Einsteiger-Empfehlung. Für rund 60 € bekommt man eine kabellose Gaming-Maus mit 61 Gramm, solidem Sensor, guter Akkulaufzeit und einem Lieferumfang, der in dieser Preisklasse seinesgleichen sucht. Die Preis-Leistung ist hervorragend.

Wer bereit ist, etwas mehr auszugeben, greift zur Razer DeathAdder V3 HyperSpeed (ca. 70 €) für bessere Ergonomie oder zur Razer Viper V2 Pro (ca. 100 €) für einen Spitzen-Sensor. Die Logitech Superlight 2 (ca. 150 €) ist die Premium-Option für anspruchsvollste Gamer. Und wer viele Tasten braucht, sollte die SteelSeries Aerox 5 Wireless in Betracht ziehen.

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Häufige Fragen zur HyperX Pulsefire Haste 2 Wireless

Ja, die Pulsefire Haste 2 Wireless ist mit ihrem 26K-Sensor und 61 Gramm Gewicht durchaus für kompetitives Gaming geeignet. Für das Ranked-Spiel in Valorant, CS2 oder Apex Legends reicht sie vollkommen aus. Nur auf dem allerhöchsten E-Sport-Niveau bieten Premium-Mäuse wie die Superlight 2 spürbare Vorteile.
Ja, die Maus funktioniert auch kabelgebunden über USB-C. Während des Ladens kann man nahtlos weiterspielen. Das beiliegende USB-C-Kabel ist flexibel genug, um das Spielerlebnis kaum zu beeinträchtigen.
Die Pulsefire Haste 2 Wireless hat eine dezente RGB-LED am DPI-Schalter auf der Unterseite, die die aktive DPI-Stufe anzeigt. Auffällige RGB-Beleuchtung am Gehäuse gibt es nicht — das hilft beim geringen Gewicht und der langen Akkulaufzeit.
Beide sind hervorragende Budget-Mäuse. Die DeathAdder V3 HyperSpeed hat den besseren Sensor, bessere Ergonomie und deutlich längere Akkulaufzeit, kostet aber 10 € mehr. Die Pulsefire Haste 2 hat USB-C-Laden, eine symmetrische Form für Linkshänder und den günstigeren Preis.
Die Pulsefire Haste 2 Wireless eignet sich am besten für kleine bis mittelgroße Hände (16-19 cm). Nutzer mit großen Händen (über 20 cm) sollten sich die größere DeathAdder V3 HyperSpeed ansehen, die mehr Auflagefläche bietet.