RGB-Gaming-Mikrofon mit Tap-to-Mute, vier Richtcharakteristiken und eingebautem Shock Mount
Das HyperX QuadCast S ist die RGB-aufgerüstete Version des beliebten QuadCast und gehört zu den meistverkauften USB-Mikrofonen weltweit. Mit seiner auffälligen RGB-Beleuchtung, dem intuitiven Tap-to-Mute-Sensor und vier umschaltbaren Richtcharakteristiken richtet es sich primär an Gamer und Streamer, die nicht nur gut klingen, sondern auch gut aussehen wollen. Wir haben das QuadCast S zwei Wochen lang im Alltag getestet.
Das QuadCast S ist ein echter Hingucker auf dem Schreibtisch. Die dynamische RGB-Beleuchtung strahlt durch das transparente Gehäuseinnere und erzeugt einen eindrucksvollen Effekt, der über die HyperX NGENUITY Software in Farbe, Muster und Helligkeit angepasst werden kann. Ob Regenbogen-Welle, statische Farbe oder Reaktion auf den Audiopegel — die Möglichkeiten sind vielfältig.
Das Gehäuse selbst besteht aus einer Kombination von Metall und Kunststoff. Die obere Kappe, unter der sich die Kondensatorkapsel befindet, ist aus Metall gefertigt und verfügt über einen integrierten Pop-Filter. Der eingebaute Shock Mount dämpft Vibrationen vom Schreibtisch effektiv. Das Gesamtgewicht liegt bei 360 Gramm — ein guter Kompromiss zwischen Stabilität und Portabilität.
Der Standfuß ist aus Metall gefertigt und bietet einen stabilen Stand. Das Mikrofon lässt sich kippen und in der Höhe anpassen. Für die Montage an einem Mikrofonarm gibt es einen Standard-Adapter (3/8 Zoll auf 5/8 Zoll liegt bei). Im Lieferumfang befinden sich außerdem ein USB-C-Kabel und eine Kurzanleitung.
Optisch ist das QuadCast S eines der ansprechendsten Mikrofone im Test — besonders für Gaming-Setups, in denen RGB-Beleuchtung zum guten Ton gehört. In Streams und Videos ist das leuchtende Mikrofon ein echter Eyecatcher, der den Produktionswert optisch steigert.
Klanglich liefert das QuadCast S eine solide, wenn auch nicht überragende Leistung. Die drei 14-mm-Kondensatorkapseln erzeugen einen klaren, leicht hellen Klang, der Stimmen gut zur Geltung bringt. Im Vergleich zum Rode NT-USB+ fehlt etwas an Wärme und Detailtreue in den Tiefen, dafür ist die Präsenz im Mittenbereich gut ausgeprägt.
Der große Vorteil des QuadCast S sind die vier umschaltbaren Richtcharakteristiken: Niere, Kugel, Acht und Superniere. Per Drehschalter an der Rückseite wechselt man zwischen den Modi. Die Niere ist für Solo-Aufnahmen ideal, die Kugel für Meetings, die Acht für Interviews und die Superniere für besonders fokussierte Aufnahmen in lauter Umgebung.
Das Eigenrauschen ist mit circa 20 dBA etwas höher als bei den Premium-Modellen von Rode und Elgato. In der Praxis fällt das bei normalem Sprechabstand (15–25 cm) nicht ins Gewicht, wird aber bei höheren Gain-Einstellungen hörbar. Der integrierte Pop-Filter leistet gute Arbeit bei Plosivlauten, ein externer Pop-Filter verbessert das Ergebnis aber nochmals.
Die Aufnahmequalität liegt bei 24 Bit / 48 kHz, was für Streaming, Gaming und Podcasts mehr als ausreicht. Der Frequenzgang erstreckt sich von 20 Hz bis 20 kHz und deckt damit den gesamten hörbaren Bereich ab. Insgesamt ist die Klangqualität gut — nicht auf dem Niveau des Rode NT-USB+ oder Shure MV7+, aber deutlich über dem, was viele Gamer-Headsets bieten.
Die Bedienung des QuadCast S gehört zu den besten im Test. Das Highlight ist der Tap-to-Mute-Sensor an der Oberseite des Mikrofons. Ein kurzer Tipp mit dem Finger schaltet das Mikrofon stumm — die RGB-Beleuchtung erlischt als visuelle Bestätigung. Das ist intuitiv, schnell und geräuschlos — deutlich eleganter als ein mechanischer Knopf.
An der Unterseite befindet sich ein Gain-Regler, mit dem die Eingangsempfindlichkeit stufenlos eingestellt werden kann. Das ist praktisch für schnelle Anpassungen, ohne die Software öffnen zu müssen. Der Drehschalter für die Richtcharakteristik sitzt an der Rückseite und rastet sauber in den vier Positionen ein.
Der 3,5-mm-Kopfhöreranschluss an der Unterseite ermöglicht latenzfreies Monitoring. Die Lautstärke des Monitoring wird über die Software geregelt — ein physischer Regler wäre hier wünschenswert gewesen. Insgesamt ist die Bedienung aber sehr durchdacht und gehört zu den Stärken des QuadCast S.
Die HyperX NGENUITY Software erlaubt die Konfiguration der RGB-Beleuchtung, die Anpassung der Mikrofon-Lautstärke, die Einstellung des Monitoring-Mixes und grundlegende Audio-Einstellungen. Die Oberfläche ist modern und übersichtlich gestaltet, wenn auch nicht so funktionsreich wie Elgatos Wave Link.
Die RGB-Steuerung bietet zahlreiche Voreinstellungen und die Möglichkeit, eigene Farbschemata zu erstellen. Die Beleuchtung kann auch mit anderen HyperX-Produkten synchronisiert werden — ideal für ein einheitliches Gaming-Setup. Audio-spezifische Funktionen wie EQ oder Kompressor fehlen allerdings — hier muss man auf Drittanbieter-Software wie OBS-Filter oder NVIDIA Broadcast zurückgreifen.
Im Gaming-Alltag überzeugt das QuadCast S durch seine unkomplizierte Bedienung. Tap-to-Mute ist in hitzigen Matches Gold wert — ein schneller Tipp auf die Oberseite, und Teamkollegen hören weder Fluchen noch Essgeräusche. Die Nieren-Charakteristik blendet Tastaturklicks ordentlich aus, die Superniere noch besser.
Für Twitch-Streams ist das QuadCast S eine exzellente Wahl. Die RGB-Beleuchtung sieht in der Webcam fantastisch aus und verleiht dem Stream einen professionellen Look. Die Klangqualität ist mehr als ausreichend für Streaming-Zwecke. Einziger Wermutstropfen: Im Vergleich zum Elgato Wave:3 fehlt eine vergleichbare Software für fortgeschrittenes Audio-Routing.
Auch im beruflichen Umfeld macht das QuadCast S eine gute Figur. In Zoom und Teams klingt die Stimme klar und professionell. Die RGB-Beleuchtung lässt sich für Meetings natürlich auch deaktivieren, falls sie zu ablenkend wirkt. Der Kugel-Modus ist praktisch für Konferenzräume, in denen mehrere Personen am Mikrofon sitzen.
| Mikrofontyp | Kondensator (3x 14 mm Kapseln) |
|---|---|
| Richtcharakteristiken | Niere, Kugel, Acht, Superniere |
| Frequenzgang | 20 Hz – 20 kHz |
| Abtastrate | 48 kHz |
| Bittiefe | 24 Bit |
| Anschluss | USB-C |
| Kopfhörerausgang | 3,5 mm Klinke |
| RGB-Beleuchtung | Ja (per NGENUITY steuerbar) |
| Mute-Funktion | Tap-to-Mute (kapazitiver Sensor) |
| Gewicht | 360 g (ohne Standfuß) |
| Besonderheiten | Integrierter Shock Mount, Pop-Filter, 4 Richtcharakteristiken |
Das HyperX QuadCast S verdient seine 8.7/10 als Bestseller. Es ist das Gesamtpaket für Gamer: spektakuläre RGB-Beleuchtung, intuitive Bedienung, flexible Richtcharakteristiken und eine ordentliche Klangqualität. Wer primär nach Klang sucht, greift zum Rode NT-USB+ — wer das beste Gaming-Erlebnis mit Wow-Effekt will, liegt beim QuadCast S goldrichtig.