Kompakt und federleicht — nur 52 g, symmetrische Form und erstklassige Gleitfüße für agiles Fingertip- und Claw-Grip-Gaming
Die Pulsar X2 Mini hat sich seit ihrer Veröffentlichung einen Ruf als eine der besten ultraleichten Gaming-Mäuse erarbeitet. Mit nur 52 Gramm, einer durchdachten symmetrischen Form und dem bewährten PAW 3395 Sensor bietet der südkoreanische Hersteller Pulsar eine ernstzunehmende Alternative zu den großen Namen. Wir haben die X2 Mini vier Wochen lang intensiv im kompetitiven Gaming und im Alltag getestet.
Die Pulsar X2 Mini kommt in einer kompakten, funktionalen Verpackung. Im Lieferumfang befinden sich die Maus, ein USB-C-Ladekabel, ein 2,4-GHz-Dongle, ein Dongle-Verlängerungskabel und ein Set Ersatz-Gleitfüße. Für den Preis von rund 90 € ist der Lieferumfang angemessen und bietet alles Nötige.
Beim ersten Anfassen wird sofort klar, warum die X2 Mini so beliebt ist: Sie ist unglaublich leicht. Mit 52 Gramm fühlt sie sich fast gewichtlos an — noch leichter als die Razer Viper V3 Pro mit ihren 54 g. Trotz des minimalen Gewichts hat Pulsar auf ein Waben-Design verzichtet — die Oberfläche ist komplett geschlossen.
Die Verarbeitungsqualität ist gut, aber nicht ganz auf dem Niveau der Premium-Konkurrenz. Bei festerem Drücken gibt es ein minimales Flex in der oberen Schale, und die Seitentasten haben etwas mehr Spiel als bei der Superlight 2 oder Viper V3 Pro. Das sind Kompromisse, die man bei diesem Preis und Gewicht akzeptieren muss — im normalen Gebrauch fallen sie nicht auf.
Die Haupttasten verwenden Kailh GM 8.0 Switches, die ein angenehm leichtes, schnelles Klickgefühl bieten. Die Auslösekraft ist gering, was für schnelles Klicken ideal ist, aber auch zu versehentlichen Klicks führen kann, wenn man die Maus fest greift. Das Scrollrad bietet definierte Stufen und einen klaren Mittelklick — solide, aber nicht herausragend.
52 Gramm für eine kabellose Gaming Maus mit geschlossenem Gehäuse — das ist eine beeindruckende Leistung. Pulsar erreicht dieses Gewicht durch eine konsequente Materialoptimierung und eine schlanke interne Architektur. Die Wandstärke des Gehäuses ist minimal, aber ausreichend stabil für den täglichen Gebrauch.
Das geringe Gewicht hat einen dramatischen Einfluss auf das Spielgefühl. Die Maus folgt jeder Handbewegung ohne merklichen Widerstand — man bewegt nicht die Maus, man bewegt die Hand, und die Maus folgt. Für Spieler, die von einer 80-100 g schweren Maus umsteigen, ist die Umgewöhnung enorm, aber nach ein bis zwei Wochen möchte man nicht mehr zurück.
Der Nachteil des ultraleichten Gewichts: Die Maus kann sich bei stressigen Gaming-Momenten unkontrolliert anfühlen. Spieler, die unbewusst ihre Maus fester greifen, wenn es spannend wird, können ungewollte Mikrobewegungen erzeugen. Ein Control-Mauspad und gegebenenfalls die mitgelieferten Grip-Tapes helfen hier.
Im Vergleich zur Logitech G Pro X Superlight 2 (60 g) sind die zusätzlichen 8 Gramm Unterschied spürbar — die X2 Mini fühlt sich noch agiler und flüchtiger an. Gegenüber der Zowie EC2-CW (77 g) ist der Unterschied dramatisch: Die X2 Mini fühlt sich wie ein völlig anderes Produkt an.
Die Pulsar X2 Mini hat eine symmetrische, leicht gewölbte Form mit kompakten Abmessungen von 116,5 × 60,0 × 38,0 mm. Das "Mini" im Namen ist Programm — die Maus ist deutlich kleiner als die Standard-X2 und eignet sich für Handlängen von etwa 15 bis 18 cm.
Die Form ist primär für Claw- und Fingertip-Grip optimiert. Die niedrige Bauhöhe und die kompakte Länge ermöglichen einen aggressiven Claw-Grip, bei dem nur die Fingerspitzen und die hintere Handballenpartie die Maus berühren. Im Fingertip-Grip gleitet die Maus mühelos und lässt sich mit minimaler Fingerbewegung kontrollieren.
Für einen vollen Palm-Grip ist die X2 Mini zu klein — die Hand überragt die Maus, und es fehlt die Unterstützung im hinteren Bereich. Wer Palm-Grip bevorzugt, sollte zur Standard-X2 oder zur Razer DeathAdder V3 Pro greifen.
Die Oberfläche bietet einen dezenten Grip, der bei trockenen und leicht feuchten Händen gut funktioniert. Bei stark schwitzenden Händen kann die Maus etwas rutschig werden — hier helfen die optionalen Grip-Tapes, die separat erhältlich sind. Die Seiten haben eine leichte Einbuchtung, die den Daumen und den kleinen Finger sicher positioniert.
Die Gleitfüße der X2 Mini gehören zu den besten in dieser Preisklasse. Die großen, runden PTFE-Pads an der Ober- und Unterseite bieten ein geschmeidiges, kontrolliertes Gleiterlebnis. Pulsar liefert zudem Ersatz-Feet mit, was bei einem 90-€-Produkt nicht selbstverständlich ist.
Die Pulsar X2 Mini verwendet den PixArt PAW 3395 Sensor — einen der beliebtesten und bewährtesten Gaming-Sensoren auf dem Markt. Mit 26.000 DPI, 650 IPS Tracking-Geschwindigkeit und 50 G Beschleunigung liegt er spezifikationstechnisch etwas unter den neuesten Flagship-Sensoren von Razer und Logitech, bietet aber in der Praxis eine exzellente Performance.
Das Tracking ist sauber, linear und vorhersagbar. In unseren MouseTester-Tests zeigt der PAW 3395 keine Auffälligkeiten — kein Jitter, kein Angle-Snapping, keine Beschleunigung. Für die allermeisten Spieler ist der Unterschied zu einem Focus Pro 30K oder HERO 2 in der Praxis nicht wahrnehmbar.
Die Lift-off-Distance lässt sich über die Pulsar-Software zwischen 1 und 2 mm einstellen. Im niedrigsten Setting reagiert die Maus bereits bei minimalem Anheben — gut für Low-Sens-Spieler, die ihre Maus häufig neu ansetzen. Die Polling Rate liegt bei maximal 1.000 Hz — eine 4K-Option gibt es bei der X2 Mini nicht.
Ein Punkt, der den Sensor-Score etwas drückt: Im direkten Vergleich mit dem HERO 2 der Superlight 2 zeigt der PAW 3395 minimal mehr Smoothing bei sehr hohen DPI-Einstellungen (über 3.200 DPI). Bei den von den meisten Spielern genutzten 400-1.600 DPI ist der Unterschied jedoch vernachlässigbar.
Pulsar gibt für die X2 Mini eine Akkulaufzeit von bis zu 70 Stunden bei 1.000 Hz Polling Rate an. In unserer Praxis kamen wir auf etwa 55-60 Stunden — etwas weniger als angegeben, aber immer noch ausreichend für zwei Wochen moderates Gaming. Im Vergleich zu den 90+ Stunden der Razer- und Logitech-Flaggschiffe ist das der Preis für das extreme Leichtgewicht und den entsprechend kleineren Akku.
Die kabellose Verbindung arbeitet auf 2,4 GHz und liefert eine stabile, latenzarme Verbindung. In unseren Tests war die Latenz mit unter einer Millisekunde auf dem Niveau der teureren Konkurrenz. Aussetzer oder Verbindungsprobleme traten während des Testzeitraums nicht auf.
Geladen wird über USB-C an der Vorderseite der Maus. Das Ladekabel ist funktional, aber weniger hochwertig als die Speedflex- oder LIGHTSPEED-Kabel der Konkurrenz. Während des Ladens kann die Maus kabelgebunden weiter genutzt werden. Eine Schnellladefunktion ist vorhanden — 10 Minuten am Kabel reichen für mehrere Stunden.
Bluetooth ist nicht verfügbar — die Maus verbindet sich ausschließlich über den mitgelieferten 2,4-GHz-Dongle. Für reines Gaming ist das kein Nachteil, für die Nutzung an mehreren Geräten (z. B. Gaming-PC und Laptop) wäre ein Dual-Mode-Anschluss praktischer.
In Valorant und CS2 spielt die X2 Mini ihre Stärken voll aus. Das Gewicht von 52 g macht blitzschnelle Flick-Shots und Snap-Aiming zum Kinderspiel. Die kompakte Form eignet sich perfekt für den aggressiven Claw-Grip, den viele kompetitive Spieler bevorzugen. Man hat das Gefühl, direkter und unmittelbarer zu aimen als mit schwereren Mäusen.
Besonders im Aim-Training mit Kovaak's und Aimlabs zeigt die X2 Mini ihre Vorteile. In Tracking-Szenarien und schnellen Target-Switch-Aufgaben verbesserten sich unsere Scores spürbar im Vergleich zu schwereren Mäusen. Die geringe Masseträgheit erlaubt schnellere Richtungswechsel und reaktiveres Aiming.
In Apex Legends und Fortnite, wo schnelle 180-Grad-Drehungen und hektische Nahkämpfe an der Tagesordnung sind, ist die X2 Mini eine hervorragende Wahl. Das geringe Gewicht reduziert die Ermüdung bei den vielen großen Schwenkbewegungen, die diese Spiele erfordern. Kombiniert mit einem guten Gaming-Headset für präzises Sound-Positioning hat man ein starkes Esports-Setup.
Im Büroalltag ist die X2 Mini eine angenehme Maus, die durch ihr leichtes Gewicht und die leisen Klicks überzeugt. Die kompakte Größe eignet sich gut für den Transport in der Laptoptasche. Allerdings fehlen Features wie ein Freilauf-Scrollrad oder zusätzliche Seitentasten, die für Produktivitätsaufgaben nützlich wären. Für das Home-Office-Setup empfehlen wir zusätzlich ein hochwertiges USB-Mikrofon für kristallklare Videokonferenzen.
| Sensor | PixArt PAW 3395 (optisch) |
|---|---|
| Max. DPI | 26.000 |
| Polling Rate | 1.000 Hz |
| Max. Beschleunigung | 50 G / 650 IPS |
| Switches | Kailh GM 8.0 (mechanisch) |
| Gewicht | 52 g |
| Tasten | 5 |
| Verbindung | 2,4 GHz kabellos + USB-C |
| Akkulaufzeit | bis zu 70 Stunden |
| Ladeanschluss | USB-C |
| Maße | 116,5 × 60,0 × 38,0 mm |
| Formfaktor | Symmetrisch, kompakt (Mini) |
| Besonderheiten | Geschlossenes Gehäuse, Ersatz-Gleitfüße, Software-konfigurierbar |
| Lieferumfang | Maus, USB-C-Kabel, 2,4 GHz Dongle, Dongle-Verlängerung, Ersatz-Feet |
Die Pulsar X2 Mini erreicht in unserem Test 8.6/10 Punkte und erhält unsere Leichtgewicht-Auszeichnung. Für nur 90 € bekommt man eine der leichtesten kabellosen Gaming-Mäuse auf dem Markt — mit einem bewährten Sensor, guten Switches und einer durchdachten Form. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist herausragend.
Die X2 Mini richtet sich an Spieler mit kleinen bis mittelgroßen Händen, die einen Claw- oder Fingertip-Grip bevorzugen und das absolute Minimum an Gewicht wollen. Wer eine größere Maus, bessere Verarbeitungsqualität oder modernere Technik sucht, sollte zur Logitech G Pro X Superlight 2 oder Razer Viper V3 Pro greifen. Als Budget-Option für kompetitives Gaming ist die X2 Mini aber kaum zu schlagen.