Die Turnier-Legende wird kabellos — legendäre EC-Form, Plug-and-Play und bewährte Zowie-Qualität für puristisches Esports-Gaming
Die Zowie EC2-CW bringt eine der ikonischsten Gaming-Maus-Formen endlich in die kabellose Welt. Seit über einem Jahrzehnt ist die EC-Serie von Zowie (einer Marke von BenQ) die Wahl unzähliger Profispieler — von CS:GO-Legenden bis hin zu Valorant-Champions. Die CW-Version behält alles, was die EC2 großartig macht, und fügt eine zuverlässige Funkverbindung hinzu. Wir haben sie vier Wochen lang im kompetitiven Einsatz getestet.
Zowie bleibt seinem minimalistischen Ansatz treu. Die Verpackung ist schlicht und funktional — kein Schnickschnack, kein Marketing-Beiwerk. Im Lieferumfang befinden sich die Maus, ein USB-C-Ladekabel, der kabellose Empfänger, ein Empfänger-Adapter und Ersatz-Gleitfüße. Alles, was man braucht, nichts, was man nicht braucht.
Die Verarbeitungsqualität ist solide, wenn auch nicht ganz auf dem Niveau einer Razer Viper V3 Pro. Das Gehäuse besteht aus einem griffigen, matten Kunststoff, der sich angenehm anfühlt und einen sicheren Halt bietet. Mit 77 Gramm ist die EC2-CW schwerer als die ultraleichte Konkurrenz, aber immer noch deutlich leichter als die kabelgebundene EC2-C (73 g plus Kabelwiderstand).
Die Haupttasten verwenden Huano-Switches, die ein kräftigeres, definiertes Klickgefühl bieten als die leichteren Switches von Razer oder Logitech. Manche Spieler bevorzugen dieses stärkere Feedback, andere finden es anstrengend bei langen Sessions. Die Seitentasten sind solide und gut positioniert, das Scrollrad bietet definierte, spürbare Stufen mit einem zufriedenstellenden Klick.
Ein typisches Zowie-Merkmal: Die Maus kommt ohne Software. Alle Einstellungen werden direkt an der Maus vorgenommen — über einen Schalter an der Unterseite. Das ist Teil der Plug-and-Play-Philosophie, die Zowie von der Konkurrenz abhebt und bei vielen Profispielern beliebt ist.
Die EC-Form ist eine der am besten erforschten und am häufigsten kopierten Mausformen in der Gaming-Geschichte. Die ergonomische Rechtshänder-Form der EC2-CW schmiegt sich natürlich in die Handfläche und bietet eine Unterstützung, die auch nach stundenlangem Spielen keinerlei Ermüdung verursacht.
Die EC2 ist die mittlere Größe der EC-Serie (EC1 für große Hände, EC3 für kleine). Sie eignet sich optimal für Handlängen von etwa 17 bis 19,5 cm und ist primär für den Palm- und Relaxed-Claw-Grip ausgelegt. Die sanfte Wölbung im hinteren Bereich füllt die Handfläche perfekt aus und gibt dem kleinen Finger eine natürliche Ablage an der rechten Seite.
Im Vergleich zur Razer DeathAdder V3 Pro ist die EC2-CW etwas kompakter und weniger breit. Die Wölbung sitzt weiter hinten, was den Schwerpunkt verlagert und ein anderes Aiming-Gefühl erzeugt. Beide Formen sind exzellent — die Präferenz ist rein persönlich. Viele Profis schwören auf die EC-Form, weil sie seit Jahren unverändert ist und ein konsistentes Muskelgedächtnis ermöglicht.
Die PTFE-Gleitfüße bieten ein gleichmäßiges, kontrolliertes Gleiterlebnis. Sie sind nicht ganz so schnell wie die Feet von Razer oder Logitech, aber viele Spieler bevorzugen den etwas höheren Widerstand für mehr Kontrolle — besonders bei niedrigen Empfindlichkeiten.
Die EC2-CW verwendet den PixArt PAW 3370 Sensor mit einer maximalen Auflösung von 3.200 DPI. Im Vergleich zu den 30.000 DPI der Razer-Mäuse klingt das bescheiden, aber in der Praxis nutzen 99 % aller Spieler ohnehin DPI-Einstellungen zwischen 400 und 1.600 — und in diesem Bereich liefert der PAW 3370 ein einwandfreies Tracking.
Der Sensor trackt sauber und präzise, ohne Jitter, Beschleunigung oder Smoothing. In unseren MouseTester-Tests zeigt er ein lineares Tracking-Profil, das sich von den teureren Sensoren der Konkurrenz kaum unterscheidet. Die maximale Tracking-Geschwindigkeit von 400 IPS ist für die meisten Spieler mehr als ausreichend — nur bei extrem schnellen Flick-Shots mit sehr hoher Empfindlichkeit könnte der Sensor theoretisch an seine Grenzen stoßen.
Die Lift-off-Distance lässt sich über den Schalter an der Unterseite zwischen zwei Stufen umschalten. Die niedrige Einstellung liegt bei etwa 1,5 mm, was für die meisten Spieler ein guter Wert ist, aber nicht ganz an die sub-1-mm-Einstellungen der Razer- oder Logitech-Flaggschiffe heranreicht.
Die Polling Rate liegt bei 1.000 Hz — es gibt keine Option für höhere Raten wie 4.000 oder 8.000 Hz. Für die allermeisten Spieler ist 1.000 Hz absolut ausreichend, und die niedrigere Polling Rate sorgt für eine längere Akkulaufzeit und geringere CPU-Last.
Zowies größter Vorteil gegenüber der Konkurrenz ist die konsequente Plug-and-Play-Philosophie. Die EC2-CW benötigt keine Software-Installation, keine Treiber und keine Cloud-Accounts. Man steckt den Empfänger ein, schaltet die Maus an — fertig. Alle Einstellungen werden über physische Schalter an der Unterseite vorgenommen.
Verfügbare Einstellungen ohne Software: Die DPI lässt sich in vier Stufen umschalten (400, 800, 1.600, 3.200), die Lift-off-Distance hat zwei Stufen (niedrig/hoch), und die Polling Rate ist fix auf 1.000 Hz. Für Profispieler, die ihre Einstellungen ohnehin nie ändern und auf jedem Turnier-PC sofort loslegen wollen, ist das perfekt.
Die Kehrseite: Wer spezifischere DPI-Einstellungen (z. B. 600 oder 1.200 DPI), individuelle Tastenbelegungen oder Makros benötigt, wird von Zowie nicht bedient. Es gibt keine Software, in der man das konfigurieren könnte. Das ist eine bewusste Designentscheidung — Zowie setzt auf Einfachheit und Zuverlässigkeit statt auf Feature-Überladung.
Für Turnierspieler ist diese Philosophie Gold wert. Kein Treiber-Konflikt, kein Cloud-Login-Problem, kein Software-Update, das vor einem wichtigen Match die Einstellungen zurücksetzt. Man nimmt die EC2-CW aus der Tasche, steckt den Dongle ein, und es funktioniert — zuverlässig und konsistent.
Zowie gibt für die EC2-CW eine Akkulaufzeit von bis zu 70 Stunden an. In unserer Praxis erreichten wir etwa 60-65 Stunden — ein solider Wert, der für zwei bis drei Wochen moderates Gaming reicht. Im Vergleich zu den 90+ Stunden der Razer- und Logitech-Flaggschiffe ist das etwas weniger, aber immer noch alltagstauglich.
Die kabellose Verbindung arbeitet auf 2,4 GHz und liefert eine stabile, latenzarme Verbindung. Die Latenz liegt unter einer Millisekunde und ist damit mit den LIGHTSPEED- und HyperSpeed-Technologien der Konkurrenz vergleichbar. In unserer Testphase gab es keine Aussetzer oder Verbindungsprobleme.
Geladen wird über USB-C an der Vorderseite. Das Laden dauert etwa zwei Stunden für eine volle Ladung. Eine explizite Schnellladefunktion wie bei Razer oder Logitech gibt es nicht, aber dank des großen Akkus muss man nur selten laden.
Die Maus kann auch kabelgebunden genutzt werden — das mitgelieferte USB-C-Kabel ist allerdings recht steif und nicht optimal für den kabelgebundenen Dauerbetrieb. Ein Paracord-Kabel als Upgrade ist empfehlenswert, falls man die Maus gelegentlich am Kabel nutzen möchte.
In CS2 und Valorant zeigt die EC2-CW, warum sie bei Profispielern so beliebt ist. Die komfortable Form erlaubt stundenlanges Üben und Spielen ohne Ermüdung, und der Sensor liefert ein zuverlässiges, vorhersagbares Tracking. Die etwas schwerere Bauweise (77 g) sorgt für eine natürliche Trägheit, die vielen Spielern bei präzisen Micro-Adjustments hilft.
Die Huano-Switches bieten ein knackiges Feedback, das beim Timing von Schüssen ein gutes taktiles Signal gibt. Im Vergleich zu den leichteren optischen Switches von Razer erfordern sie etwas mehr Kraft zum Auslösen, was versehentliche Klicks praktisch eliminiert. Für ruhiges, methodisches Aiming in taktischen Shootern ist das ideal. Für die optimale Team-Kommunikation passt dazu ein hochwertiges PC-Mikrofon.
In schnelleren Titeln wie Apex Legends oder Call of Duty zeigen sich die Grenzen der EC2-CW. Das höhere Gewicht macht schnelle 180-Grad-Drehungen anstrengender, und die feste 1.000 Hz Polling Rate kann bei sehr schnellen Bewegungen subtile Limitierungen zeigen. Für diese Spielgenres sind leichtere Mäuse wie die Razer Viper V3 Pro oder die Pulsar X2 Mini besser geeignet.
Ergänzend zur richtigen Maus ist auch der Sound entscheidend — in unserem Kopfhörer-Test findest du die besten Gaming-Headsets für präzises Audio-Positioning in Battle-Royale-Spielen.
| Sensor | PixArt PAW 3370 (optisch) |
|---|---|
| Max. DPI | 3.200 (4 Stufen: 400/800/1.600/3.200) |
| Polling Rate | 1.000 Hz |
| Max. Beschleunigung | 50 G / 400 IPS |
| Switches | Huano (mechanisch) |
| Gewicht | 77 g |
| Tasten | 5 |
| Verbindung | 2,4 GHz kabellos + USB-C |
| Akkulaufzeit | bis zu 70 Stunden |
| Ladeanschluss | USB-C |
| Maße | 120 × 64 × 40 mm |
| Formfaktor | Ergonomisch (Rechtshänder, EC-Form) |
| Besonderheiten | Plug-and-Play, keine Software nötig, 2 LOD-Stufen |
| Lieferumfang | Maus, USB-C-Kabel, Empfänger, Empfänger-Adapter, Ersatz-Gleitfüße |
Die Zowie EC2-CW erreicht in unserem Test 8.8/10 Punkte und erhält unsere Esports-Auszeichnung. Sie ist die perfekte Wahl für Puristen, die eine bewährte Form, Plug-and-Play-Einfachheit und konsistente Leistung über technische Superlative stellen. Die EC-Form gehört zu den besten ergonomischen Mausformen überhaupt, und die kabellose Umsetzung ist gelungen.
Für Spieler, die maximale technische Spezifikationen und minimales Gewicht suchen, sind die Logitech G Pro X Superlight 2 oder die Razer Viper V3 Pro die bessere Wahl. Wer aber eine Maus sucht, die einfach funktioniert und eine der komfortabelsten Formen der Gaming-Geschichte bietet, wird mit der EC2-CW glücklich.